Die Spur der Geldwäscher | Das Geschäft mit den Kindern

Goldene Kinder

2013 erhält der Hamburger Medienunternehmer, Udo Sabiniewicz, von den Japanern den Auftrag für deren TV Sender, TV3 Asia, in Phnom Penh ein Studio zu bauen und zu produzieren. Auch unbequeme Dokumentarfilme über jene skrupellose Schein NGO’s werden durch Journalisten aus Europa in dem Studio hergestellt. James Ricketson hatte gerade APLE/ECPAT regelrecht zerlegt. Samleang Seila schwört Rache, verfolgt ihn und Ricketson schreibt auf seinem Blog, ob er als nächstes seine Verhaftung inszenieren möchte? Sie wird kommen.

Samleang Seila ist bereits im Visier des ukrainischen Geheimdienstes SBU, wie die Cable Leaks zeigen. Man sieht dringenden Nachholbedarf in Jura bei ihm. 2014 fliegt der Somaly Mam Betrug auf, 2020 mit 20 Millionen US-Dollar die „Goldenen Kinder“ aus der Johnson&Johnson Stiftung. Es ist die Spitze eines Eisberge. Das Geschäftsmodell jener Namenlosen ist schnell erklärt: Wir gründen einen Wachdienst um die Bank zu bewachen und rauben sie dann aus. Für unbequeme Schnüffler und Fragesteller haben wir ein „Sonderkommando“.

Samleang Seila – Wohltäter oder Betrüger?

Doch der Reihe nach. 1998 geht Udo Sabiniewicz nach Potsdam, um das sechste Medienunternehmen zu gründen. Dort tritt der Braunschweiger Geschäftsmann Hans- H.J. an ihn heran, dessen Vorstrafenregister Zeit zum lesen braucht. Fantasie – und Scheinprojekte über 100 Millionen, Produktionsverträge zur Anlegerblendung, Schecks in Millionenhöhe zur Anzahlung platzen, Udo Sabiniewicz geht zur Staatsanwaltschaft, reihenweise gehen die Finger hoch, ob der zahlreichen Betrogenen. Der Fall macht Furore auf Wallstreet-online.de. Im Hintergrund seltsame alte NVA und Stasi Vertreter, von denen wir alle mal geglaubt haben, dass sie nach dem Mauerfall aussortiert wurden. Pustekuchen. Schlüsselpositionen.

Seltsame Dinge geschehen. Erst erfolgt ein Sabotageakt an dem Privatflugzeug von Udo Sabiniewicz (BILD berichtete „Ost-West Krieg in Schönhagen“), dann erscheint in der Käthe Kollwitz Schule in Berlin Lichtenrade ein seltsamer Verein namens Strohhalm, zerrt 4.- Klässler in ein Fahrzeug und bringt sie in ein Heim. Darunter auch seinen Sohn. Ein Klassenraum mit Massenvergewaltigern als Eltern, stellt Strohhalm fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, lässt Akten im Jugendamt beschlagnahmen, die allesamt bereinigt sind. Ein 100-Seitiges Gerichtsgutachten bringt völlige Entlastung, belastet die Vereinsvertreter hingegen schwer. Die Hinterlassenschaft sind traumatisierte Kinder.

APLE/ECPAT sorgen sich um 6 Millionen Kinderschänder im Ausland. Einer davon ist ihr Gründer Thierry Darnaudet – Unbehelligt.

Gerade hatte man für das Medien Software Unternehmen in Potsdam die indischen Programmierer außer Landes gegrault (Der Spiegel berichtete) sucht Udo Sabiniewicz neue Programmierer (bitte blond und blauäugig) über einen Senior Consultant von PWC Moskau, trifft sich dort mit ihm und man kommt ob der Ereignisse ins Gespräch. Über gewisse NGO’s hat man in Moskau ein ganz eigenes Meinungsbild. Alexej P. bringt ihn mit der ukrainischen Journalistin Olga zusammen und man trifft sich in Kharkov (Charkiw). Kharkov war schon immer nur geografisch die Ukraine, ansonsten ein gefühltes Russland.

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Die Spur der Geldwäscher | KPMG, Cum Ex, Giffey & Co

Wenn man den Sumpf austrocknen will, sollte man nicht die Frösche fragen

Natürlich ist Olaf Scholz bei der Warburg Bank nicht mit einem Geldkoffer durch die Hintertür verschwunden und mit Wirecard hat er auch nichts zutun. Die ständige Forderung nach Erklärungen, meist von der CDU gefordert, soll nur zur Folge haben Ermittlungsstände preiszugeben. Dazu prägte Scholz mal den Satz „Wenn man den Sumpf austrocknen will, sollte man nicht die Frösche fragen“.

Franziska Giffey & Dorothea Czarnecki

Diesen Satz hätte sich Franziska Giffey zu eigen machen sollen, denn die Dame rechts an ihrer Seite, Dorothea Czarnecki, führt direkt in einen Sumpf Abscheulichkeiten. Sie ist Vertreterin jener namenloser Vereine, deren Substanz aus ein paar Büroräumen, meist stundenweise gemietet, schillernden Broschüren und Webseiten besteht. ECPAT heißt er, in enger Partnerschaft mit der französischen Organisation APLE. Deren Gründer, Thierry Darnaudet, flog erst aus Kambodscha, dann aus Indien wegen Massenmissbrauch von Kindern raus. Bei ECPAT sitzt Frau Katrin Schauer Kelpin im Vorstand, ebenfalls Vorstand von Karo e.V., die mit der Sachsensumpf Affäre mit Mandy Kopp einst bei Markus Lanz Furore macht. „Die Tür war auf, aber doch irgendwie zu“.

Mandy’s Geschichte ist das billige Plagiat der US-Kambodschanerin Somaly Mam, mit ihrem Marketing Partner Mikhail Bell, deren Betrug mit der Somaly Mam Foundation um ca. 1.7 Millionen USD 2014 durch die Newsweek aufflog. ECPAT räumte bereits 1996 den Australischen Botschafter zu Kambodscha, John Holloway, mit einer Rufmordkampagne aus dem Weg, nach dem dieser sich über die rechtswidrigen Methoden der Organisation beschwerte. Und auch frustrierte ehemalige ECPAT Mitarbeiter beschwerten sich auf Glasdoor.com, dass es nicht reicht, einfach nur oft genug Sextourist, Pedo, Kinderschänder zu rufen, um den Verbleib von rund 70 Millionen US Dollar zu rechtfertigen.

Betrüger Team Somaly Mam & Mikhail Bell

Das macht wiederum die KPMG Consulting mit Hauptsitz in Berlin, eine jener Consulting Firmen, die im Visier der Cum Ex Affäre nicht wirklich gut abgeschnitten hat. Das eher bescheidene Büro in Bangkok attestiert die Bilanz 2020/21 mit rund 7.7 Millionen US Dollar Spendeneinnahmen mit einer Unterschrift ohne Stempel, die an die Handschrift eines 8-Jährigen erinnert. Seriöses Auditing sieht anders aus. 2021, offensichtlich nach unserer Berichterstattung, flog Dorothea Czarnecki in Bangkok aus dem Vorstand. Die Dame aus München hat den Charme einer Scientology Vertreterin.

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