Raubkopien – UNIVERSAL droht Verfahren

Ausgerechnet der mächtigen Universal Music Group droht gerade selbst ein Verfahren
wegen unerlaubter Vervielfältigung. Ein Produzent wunderte sich über den schlechten
Abverkauf seiner sechs CD Produktionen und der ausbleibenden Abrechnungen. „Man
würde die Produktion nicht mehr weiterführen und habe den Vertrieb eingestellt“, ließ das
Label Karussell 2003 den Produzenten wissen. 20 Jahre später entdeckt dieser, als
raubkopierte Raubkopie, seine Produktionen unter einer anderen Label wieder – aus dem
Hause Universal.

Wie verhält sich der am aggressivsten gegen Raubkopien vorgehende
Plattenkonzern, wenn er selbst beim Raubkopieren erwischt wird?

Wie Raubkopierer. Es ist der Rechtsanwalt Frommer, der tausende Abmahnungen wegen
illegalem Filesharing und Grauimporte verschickt hat, mit einem Pamphlet an Rechte
Texten und Urteilen, mit Drohungen von Erzwingungshaft, Millionen Schadensersatz,
Vorstrafen, Lohnpfändung – Krawumm. Genau diese Texte liest Produzent Udo S. gerade
dem Konzern Universal laut vor und findet wenig Gehör.

Klau’s dachte sich Klaus, der bei Youtube auf Hörspiel-KLAU’s seit 2021 munter CD’s
hochlädt um Leads zu generieren. So an die 150 Titel, sie alle unterliegen dem
Urheberrecht für 70 Jahre, passieren bedenkenlos den Uploadfilter. Dort fand Produzent
Udo S. alle seine sechs CD’s eines bekannten Serien Helden wieder – 36.000 Plays
bereits, natürlich zum Download freigegeben. Die gerade geplante Neuauflage hatte sich
erledigt. Für Produzenten ist das eine Art Rente.

UNIVERSAL Labels: Fälschung und Original.
Produzent um Tantiemen geprellt.

Von Raubkopierern beim Klauen erwischt
Doch Klaus hatte was von Universal geklaut, das Udo S. geklaut wurde, nämlich die
angeblich nicht weitervertriebenen drei CD’s, unter einem völlig unbekannten Label
namens Spacy Tracy. Tatsächlich wurde diese Label Company nur gegründet, um sich
mit den restlichen drei CD’s vom Acker zu machen. Hausinterner Diebstahl?
Klaus Klau hat es 20 Jahre später erst ans Licht gebracht. Nein, es ist nicht verjährt.

Udo S. drückt den Email Notknopf, der für solche Fälle ganz oben bei Google erscheint –
umpg.royalty@umusic.com. Hallo Universal, hier ist dein Vertragspartner, dein Produzent.
Keine Antwort, doch binnen einer Stunde sind alle sechs CD’s bei KLAU’s gelöscht, der
Rest bleibt erhalten. Es geht ein Fax an Universal Berlin und man könnte meinen, die
schauen jetzt alle diese Rechte Videos, was ihnen blühen kann. Die Verjährung beginnt
erst ab Kenntnis der Urheberrechtsverletzung (BGH i_zr_148-13).

Wochenlang passiert nichts und Universal Hilversum wird angeschrieben. Nun meldet
sich der Rechte Manager aus Berlin wie folgt: „Sie erkundigen sich nach älteren
Produktionen dieses Seriencharakters…“ Das ist so als wenn Anwalt Frommer einen
Filesharer abmahnt und der antwortet: „Sie reden jetzt über dieses ‚Internet‘- richtig?“

Universal schweigt so beharrlich, wie es diese Rechte Videos im ‚Internet‘ empfehlen.
Gewisse Unregelmäßigkeiten interner Mitarbeiter sind ein bekanntes Branchenproblem.
Selbst wenn ein Verfahren gegen Universal wie das Hornberger Schießen ausgeht, würde
dies nur bedeuten, dass sie mit dem Klau ungeschoren davongekommen sind und
abgemahnte Filesharer vielleicht aus der Urteilsbegründung wieder Honig saugen
könnten.

Universal Berlin Geschäftsführer Frank Briegmann muss nun beweisen – kann er Mathe?
Kalender kann er schon mal nicht. Alle Fristen wurden ignoriert.